Frei von allen Ritualen, welche spezifische Lebensvorstellungen und Religionen prä-gen, steht in allen Kulturen im Zentrum die Frage nach der menschlichen Existenz. Und die Menschen schufen sich, um miteinander zu kommunizieren und ihr Lebensgefühl ausdrücken zu können, Sprachen. Und diese Sprachen beruhen, damit sie verständlich sind, auf Konventionen. Und jede der vielen Vergangenheiten, seien es alte oder junge, schuf mit diesen Sprachen auf je eigene Weise ein Abbild vom Verhältnis zum Leben.
Viele dieser Sprachen sind alt. Aufgrund gewisser Ereignisse in der jungen Vergangenheit haben wir wesentliche sprachliche Mittel verloren. Um in der Gegenwart und in der Zukunft unsere Position zum Leben und den sinnlichen Reichtum des Lebens ausdrücken zu können, müssen wir diese verlorenen sprachlichen Mittel wieder zurückgewinnen. Und wir müssen eine Position einnehmen zur Frage, ob wir uns einzeln oder in einer Gemeinschaft begreifen. Ein Vortrag über die Grammatik der Sprache der Architektur versucht Ihnen verständlich zu machen, wie diese über das Auge wahrgenommen wird.



































































